Zugegeben: ich frage mich ja oft, wie es mit der Musikindustrie weitergehen wird. Jedoch, bräuchte ich mich das gar nicht zu fragen oder besser gesagt liegt die “Lösung” dieser Frage in der Beantwortung einer anderen Frage: wie geht es denn der Mobile Music Industry oder besser gesagt, wie geht es damit weiter, wohin geht es und womit geht es wohin? Pyramid Research hat da verblüffender Weise eine klare Antwort darauf: “The most significant shift in the mobile music market will come in the form of bundled music”. Gemeint sind Subscription Services, also Aboservices. Nämlich die, die bei Portalen wie Rhapsody angeboten werden, also nicht wie bei emusic.com. “Tethered Subscription Service” könnte man ja auch dazu sagen, d.h. es wird ein Abo gekauft, wo man dann Zugriff auf eine unbegrenzte Anzahl von Songs hat. Die Files werden zwar am PC (oder wo auch immer) gespeichert, sind aber nicht mehr verfügbar, wenn man das Abo storniert. Bei solchen Services wird dann immer viel (und zurecht) diskutiert, ob das nicht der Gewohnheit widerstrebt, etwas “besitzen” zu wollen, was ja wiederum heisst, mit etwas “konkret und intensiv auseinandersetzen” können. Pyramid Research meint hierzu (im Kontext von Mobile Music): “A cultural shift is forming in this generation’s consumers, from owning to renting”. Pyramid argumentiert so, dass es spannender ist, Zugriff auf eine undendliche Anzahl von Musicfiles zu haben als nur Zugriff auf jene Musicfiles zu haben, die im Voraus gekauft wurden. Die neue Konsumentengeneration sieht das “besitzen wollen” demnach nicht mehr als Notwendigkeit an: “For these consumers, the difference between owning and MP3 and renting an MP3 will have little meaning.” Derzeit hat sich dieses Modell jetzt auf breiter Ebene noch nicht durchgesetzt. Aber ich könnte mir irgendwie gut vorstellen, dass dieses Modell gerade im Mobile Music Sector funktionieren könnte. Es war ja auch wieder ein richtiger und wichtiger Schritt hin zur so oft diskutierten Flatrate. Wobei: dies ist ja wieder ein anderes Thema bzw. funktioniert ja auch ein bisschen anders.
Über netzonfire
Peter Balon, 2/ Jahre, beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Digital Music Business, arbeitet in diesem Bereich als Freelancer für verschiedene Organisationen, schreibt hin und wieder zu diesem Thema für Tonspion und den FM4 Soundpark und hilft Unternehmen mit dem Netz auf die Sprünge.
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