Seit ein paar Wochen geistert es schon in den Medien herum: Amazon startet einen MP3-Online Shop. Laut Billboard will Amazon das gesamte Musikangebot ohne Kopierschutzbeschränkung zum Verkauf anbieten. Billboard sagt auch, dass Universal mit an Bord sein wird und Teile seines Klassik-Kataloges anbieten will. Das ist ja auch das eigentlich spannende an der ganzen Sache: Nachdem EMI vor rund einem Monat angekündigt hat, nurmehr DRM-freie Audiofiles anbieten zu wollen, geht jetzt auch Universal diesen Weg. Warner und Sony sträuben sich noch. Noch vor kurzem war es unklar, ob Amazon überhaupt je ins digitale Musikgeschäft einsteigen wird, denn als Microsoft den Zune Music Store mit einem geschlossenen DRM-Verfahren veröffentlichte, verwarf Amazon seine Pläne, weil Amazon eine Subscription-Service mit einen MP3-Player, der auf einem Windows Media Audio Software Technologie basieren sollte, auf den Markt bringen wollte. Jetzt hat Amazon auf ein MP3-Modell umgestellt, was ja in vielerlei Hinsicht nicht uninteressant werden wird: Einerseits wird es spannend, wie der weltgrösste Online-Retailer mit iTunes konkurrieren wird/kann. Andererseits wird es interessant, wie konsequent Amazon sein MP3-Modell umsetzen kann und welche Auswirkungen dies auf andere Stores haben wird, vor allem auf die restlichen Majors. Preislich will Amazon mit 70 Cent pro Track starten, worauf aber einige Labels schon mit Unverständnis regaierten. Diese können sich eher vorstellen, verschiedene Preismodelle kombiniert mit verschiedenen Qualitätsstufen der Audiofiles zu fahren.
[Artikel: Universal, Amazon beef up MP3 sales space | via yahoonews, billboard]
[Artikel: Amazon will ab Mai MP3s verkaufen | via futurezone]



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