"Music is the brandy of the damned." (G.B.Shaw)

Eine kleine Geschichte des File-Sharings…

In einem Artikel über die Zukunft von Kazaa, stellte Micromart auch eine kleine Geschichte des File-Sharings zusammen. Spannend. Mehr über the future of Filesharing in den nächsten Wochen.

June 1999: The original version of Napster is launched.
December 1999: Several large recording companies file a lawsuit against Napster for copyright infringement.
January 2001: Apple’s iTunes, allowing users to download individual songs or albums for a fee, is revealed.
March 2001: An injunction was passed, ordering Napster to stop trading copyrighted music.
March 2001: Kazaa, a new peer-to-peer file-sharing program, with no central database or directories, picks up where Napster left off.
July 2001: The Napster network is shut down.
Summer 2001: Beta versions of BitTorrent, a new way to share and download files more quickly, are released.
September 2001: Napster agree to pay a settlement to recording companies for past and future copyright violations.
November 2001: A court orders Sharman Networks, the company behind Kazaa, to stop users sharing copyrighted files, or else.
March 2002: A Court of Appeal states Kazaa can’t be held responsible for the actions of its users.
April 2002: An unauthorised version of Kazaa with the malware removed, dubbed Kazaa Lite, becomes available.
September 2003: The RIAA files civil actions against private individuals with large collections of downloaded files.
October 2003: A shiny new all-legal subscription-fee version of Napster opens for business.
February 2004: The Australian Record Industry Association takes legal action against Kazaa.
December 2004: Finnish police raid a major BitTorrent site, Finreactor.
May 2005: Following closures and raids of BitTorrent sites around the world, EliteTorrents.org is shut down by the FBI.
September 2005: Federal Court of Australia rules that Kazaa owners Sharman Networks were not guilty of copyright infringement themselves but had nevertheless ‚authorised‘ users to do naughty illegal things
November 2005: BitTorrent creator Bram Cohen signs a deal to reduce the number of pirate films being shared on the BitTorrent.com website.
May 2006: The Pirate Bay BitTorrent site’s Swedish servers are raided by police.
July 2006: Kazaa settle lawsuit and vow to go legit.

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Verwirrungen im Web 2.0

Im Kampf um die Netzvorherrschaft treiben die Medienkonzerne und die Musikindustrie seltsame Blüten. Einige Monate nachdem sich Rupert Murdoch, ein doch politisch fragwürdiger Medientycoon die Community-Website Myspace unter den Nagel gerissen hat, kaufte Google die Video-Plattform Youtube um insgesamt 1,65 Milliarden Dollar. Unmittelbar nach Abschluss des Deals, hagelte es schon die ersten Urheberrechtsklagen der Musikindustrie gegen Google-Youtube. Zeitgleich arbeiten ein andere Medienkonzerne an Plattformen, die den oben genannten Social-Networking Plattformen um nichts nachstehen sollen. „Was ist denn hier los?“, fragen sich eingefleischte User der ersten Stunde angesichts der neuen Entwicklungen im Web 2.0.

Noch in der vorigen Woche gab Doug Morris, Chief Executive der Universal Muisc Group in einem Interview mit wired.com zu Bedenken, dass „diese neue Art des Business [Anm. d. R.: gemeint sind Web 2.0 Angebote wie Myspace und Youtube] Rechte-verletzend wäre und die Unternehmen uns Millionen von Dollars schulden“. Dies erinnert an die glorreiche Ära von Napster, als der Erfolg eines Geschäftsmodells, das ursprünglich gar keines war, die gesamte Musikindustrie ins Wanken brachte: auch hier wurden Klagsdrohungen ausgesprochen, die dann auch in die Tat umgesetzt wurden. Der wirkliche Unterschied zu damals ist heute, dass jetzt nicht die User geklagt werden, sondern direkt die Medienkonzerne.. Jedoch wird es wohl oder übel wieder am User hängen bleiben, seien es neue Restriktionsverfahren, die zur Anwendung kommen oder es werden wie im Falle von Youtube bereits geschehen, Inhalte vom Netz genommen, die nicht rechtskonform behandelt wurden.

Gerichtsverfahren, geschweige denn Verurteilungen gegen die Medienindustrie wird es in der nächsten Zeit wohl nicht geben, da sich Medien- und Musikindustrie wie schon in früheren Zeiten aus Gründen der gegenseitigen Abhängigkeit in Kompromissen ergehen werden. Wohl auch die zweite Welle der Myspace-Klone wird in gar nicht allzu langer Zeit auf uns hereinbrechen: diesmal aber nicht von Freund für Freund gemacht, sondern von Medienindustrie für potentiellen Käufer bzw. Kundendaten.


Der Sturm auf das Web 2.0

Nachdem Google in den letzten Tagen Youtube gekauft hat, hagelt es schon die ersten Androhungen von Urheberrechtsklagen. Laut Futurezone hat die allseits beliebte Video-Plattform nach Beschwerden eines japanischen Industrie-Verbandes 30.000 Clips vom Netz genommen. Angeblich kommt jetzt ein Filtersystem zum Einsatz, das urheberrechtlich geschützte Inhalte identifiziert. Eine „tickende Zeitbombe für kommende Urheberrechtsklagen“ meinen die Einen, die Anderen sagen, „wer Youtube kauft ist ein Trottel“. So der Us-Unternehmer Mark Cuban, der selbst vor einigen Jahren seine Plattform Broadcast.com um 5 Milliarden Dollar an Yahoo verkaufte. Naja, es bleibt spannend.