"Music is the brandy of the damned." (G.B.Shaw)

Amazon launcht Downloadstore…

Die Meldung ist leider schon zwei Tage alt, aber dennoch berichtenswert. Amazon launcht einen Online-Store, der emusic.com ähneln soll. MP3s werden ohne DRM angeboten. Es wird angeblich keine fixen Preise à la iTunes geben, sondern die Preise werden variabel sein. Laut einem Bericht von Listening Post werden auch die Majors an Bord sein. Wieder ein Hinweis darauf, dass die Majors ihre alten Strategien aufbrechen und vermehrt mit MP3-Angeboten kommen werden..“Wird 2007 das Jahr der Major-Label MP3s?“, fragt Listening Post. Interessant wird das nächste Jahr auf jeden Fall: An allen Ecken und Enden wird gemunckelt, dass DRM baden geht. Der Siegeszug von MP3 beginnt gerade erst. Die Majors sind (zumindestens was die Ignoarnz gegenüber MP3 anbelangt) geschlagen.

[via Listening Post]

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iPhone… aber nicht von Apple

Na sowas. Hat doch tatsächlich eine Firma namens Linksys ein wireless Phone auf den Markt geschmisse, das eigenlich von Apple kommen sollte. Linksys hat sich die Marke iPhone auf jeden Fall schützen lassen sollen. Was sicher auch einiges dazu beigetragen hat, dass jetzt das iPhone (Linksys) veröffentlicht wird, waren die zahlreichen Gerüchte über einen baldigen Start von Apple ins Mobile-Business und die damit verbundene gratis PR. Sehr toll. Ob die wireless Handys von Linksys jetzt was drauf haben, wage ich nicht zu beurteilen.

Artikel: iPhone surprises technology world by BBC News


Bill wird zum DRM-Hasser

Irgendwie schräg. Bill Gates, in der Zwischenzeit zu einem meiner Lieblinge avanciert, weil er doch eine interessantere Figur abgibt als Steve Jobs, hat unlängst Techcrunch gesagt, dass er DRM überhaupt nicht super findet. Also der Mann, dessen Firma DRM eigentlich erfunden hat..

(Bill) Gates said that no one is satisfied with the current state of DRM, which “causes too much pain for legitmate buyers” while trying to distinguish between legal and illegal uses. He says no one has done it right, yet. There are “huge problems” with DRM, he says, and “we need more flexible models, such as the ability to “buy an artist out for life” (not sure what he means). He also criticized DRM schemes that try to install intelligence in each copy so that it is device specific.

His short term advice: “People should just buy a cd and rip it. You are legal then.”

Artikel: Bill Gates on the future of DRM by Techcrunch


iTunes verdient doch was…

Die Aufregung (…also eher die Schadenfreude) in diversesten E-Gazetten war gross, als gestern die Forrester Research Studie über „sinkende iTunes Verkaufszahlen“ veröffentlicht wurde. Tags darauf kamen schon die ersten Artikel, die von einer Missinterpretation der Studie durch die Medien sprachen. Gene Munster, ein Businessanalyst von Piper Jaffray, sagt: „“The iTunes business is very healthy“. Natürlich hält auch Natalie Kerris, Spokesman von Apple, dagegen: „The conclusion that iTunes sales are slowing is simply incorrect“. Ja, das hat aber eigentlich niemand (soweit ich jetzt alles richtig mitbekommen habe) behauptet. Forresters Conclusion war, dass es auch für den Marktführer nicht leicht ist, sich über Wasser zu halten. Dass iTunes nicht profitabel geführt werden kann (oder wird) ist ja jetzt auch keine Behauptung, die völlig Neu ist und uns alle verblüfft. Anyway: Digital Music Is A Tough Market — Even For The Clear Leader (by Forrester)

Hier ein kleiner Überblick der letzten Meldungen von heute bezüglich des Themas…

Artikel: Piper Jaffray disputes report of weak iTunes sales (by Reuters)
Artikel: Sales Slump at iTunes Disputed (by Newsfactor)
Artikel: Apple’s iTunes Sales Collapses in H1 Survey (by Techweb)
Artikel: Research Firmes Clarifies: iTunes Sales Are not Collapsing (by Techweb)
Artikel: Rock’n’Roil: iTunes Reports Stir Up Investors (by Investors Business Daily)


iTunes verdient so gut wie gar nichts…

Forrester, einer der führenden Marktforscher für eBuisness, hat die Kreditkartentransaktionen, die über iTunes laufen, analysiert, und ist dabei zu keinem überraschendem Ergebniss gekommen:

„Forrester’s recent analysis of more than 2,700 US iTunes debit and credit card transactions reveals that 3% of online households made an iTunes purchase in the past year. Apple’s iTunes proves that $0.99 micropayments for digital music can lead to substantial revenue; buyers spent an average of $35 at iTunes over the past year. With half of all transactions costing $3 or less, though, transaction fees threaten to make iTunes unprofitable. Since the introduction of the iTunes Music Store, Apple has been steadily selling just 20 iTunes tracks for each iPod sold, suggesting that even at $0.99, most consumers still aren’t sold on the value of digital music.“

[Forrester Research: Few iPod Owners are Big iTunes Buyers]


Comeback der Vinyl-Single

Nun gut. Ist ja jetzt nichts Neues. Die Vinyl-Single lebt wieder auf. Jedoch gibt es jetzt einmal ein paar Zahlen, die zeigen, welche (doch verblüffend hohe) Wachstumsrate hier vorherrscht. Leider gibt es die Zahlen nur für den britischen Markt. Auch bei uns war es auffällig, dass grosse Handelsketten wie Saturn im letzten Jahr ihre Vinyl-Abteilungen erheblich vergrösserten.

[Artikel: Vinyl Single Makes Comeback In Britain / Hollywoodreporter]


2006: das Jahr, in dem „user-generated-content“ Mainstream wurde…

Wie gesagt: 2006 wird als das Jahr in die Netzgeschichte eingehen, als Online-Portale um Millionen-Dollar gekauft wurden, die im Grunde genommen „nichts“ anzubieten haben, ausser selbstgebastelte Videos, Demosongs, und schlechte Photos. Könnte man so sehen, muss man aber nicht. Mehr dazu bei New York Times.

Artikel: New York Times – 2006, Brought to You by You