"Music is the brandy of the damned." (G.B.Shaw)

Flexible Pricing – der Schlüssel zum Erfolg für den Amazon-Downloadstore?

Eine kleine Neuigkeit gibt es zum bevorstehenden Launch des Amazon-Downloadstores, denn Jeff Blackberg, verantwortlich für Business Developement bei Amazon meint, dass es sehr interessant wäre, wenn User direkt auf die Preise der angebotenen Musiktitel Einfluss hätten. Amie Street, ein Indie-Retailer, der gerade von Amazon kräftig gesponsort wird, hat jetzt ein Modell entwickelt, das wie folgt funktionieren könnte: Tracks können kostenlos downgeloadet werden, aber je öfters die Tracks downgeloadet werden, desto teurer werden sie. Wenn dann ein bestimmter Betrag erreicht ist (zB 99 Cent), ist Schluss mit der Preiserhöhung. Und wenn der User dann diese Tracks auch noch seinen Freunden empfiehlt, bekommt dieser Credits gutgeschrieben. Ich finde, dass dieser Ansatz sehr interessant ist, wenn er für die User nicht allzu kompliziert wird und das Modell überschaubar ist. Auf jeden Fall könnte sich das für Amazon lohnen und iTunes müsste sich auf diesem Gebiet auch endlich was überlegen, jedoch glaubt Blackberg, dass die Majors und auch die Indies noch nicht auf so ein Modell einsteigen werden. Dennoch wird „flexible Pricing“ im grossen Stil so oder so zum Einsatz kommen, so Blackberg. 

[Artikel: Amazon Invests In Popularity-Priced Indie Music Retailer Amie Street | via forbes.com]

[Artikel: Will Amazon’s Music Service Embrace Variable Pricing? | via hypebot.com]


IFPI Austria gegen SPÖ Lindenmayr

Ah, interessant. Der Verein Quintessenz hat unlängst eine Veranstaltung zum Thema Filesharing und Benutzerverfolgung abgehalten. Also im Wesentlichen ging es darum, welche rechtliche Konsequenzen illegales Filesharing wirklich haben kann und mit welchen Mitteln die Musikindustrielobby gegen die vermeintlichen Rechtsbrecher vorgeht – also das Verhalten der User wird „gespeichert“ und dann flattert eine saftige Klage ins Haus. Jetzt war es so, dass auch SPÖ-Mensch Lindenmayr bei der Veranstaltung zugegen war und sich gefragt hat, ob die Musikindustrie nicht doch ein bisschen „mittelalterlich“ reagiert. Dies hat sich die IFPI Austria nicht gefallen lassen und hat prompt mit einer Aussendung darauf reagiert, in der sie Lindenmayr als „Lobbyist für illegales Filesharing“ bezeichnet, so der Standard. Mehr zu dieser Auseinandersetzung, die ja – könnte sein – ein bisschen politisch motiviert ist (SPÖ-Lindenmayr gegen ÖVPnahen oder eh ÖVPler und IFPI Austria Chef Medwenitsch) gibt es im Standard zu lesen.

[Artikel: SPÖ – Filesharing ist weder Verbrechen noch Raub | derstandard.at]

[Artikel: IFPI Austria – Wir sind keine Ritter, sondern Retter | derstandard.at]

[Link: Verein Quintessenz]


Social-Networking immer wichtiger für Musiker

Die Piraterie hat wieder ein neues Hoch erreicht, die legalen CD-Downloads gehen immer weiter zurück. Wo suchen also User Musik wenn nicht gerade bei Download-Stores? Bei Social-Networking Seiten. Mehr darüber bei BBC.

[Artikel: Social Networking „lure music fans“ | bbcnews.com]