"Music is the brandy of the damned." (G.B.Shaw)

LP + MP3: kann dies das ultimative Musikformat sein?

Hier hatten wir es ja schon und irgendwie ist sie auch nie weg gewesen, geschweige denn musste sie ein Comeback feiern: die Vinyl-Scheibe. Ich kenne kaum jemanden, der keinen Plattenspieler besitzt und nicht jede Woche mindestens einmal zum Plattendealer unseres Vertrauens läuft. Egal. Warum jetzt nicht versuchen, die physische mit der digitalen Welt gerade in diesem Bereich zu verbinden? Vor allem DJs & Co. dürften für ein Angebot, das LPs gekoppelt mit MP3s beinhaltet, eine dankbare Zielgruppe sein. Aber nicht nur Labels, die in Elektronik/Hip Hop Gefilden zu Hause sind, setzen neuerdings auf dieses Angebot sondern auch Labels wie Saddle Creek. Dort bekommt man eine Vinyl-Scheibe mit Passwort zu einem geschützten Bereich geliefert, wo sich der geneigte Hörer die Songs nochmal im MP3 (for free) downloaden kann. Und das auch noch in hoher Qualität bis zu 320 kbps. Listening Post weiss dazu noch mehr und hat auch ein Interview mit First Word Records gepostet, in dem es kurz um dieses Angebot geht. Aber: ob dies zum „Ultimate Music Format“ werden kann, wie es Listening Post schreibt, bezweifle ich eher, weil sich das – so denke ich – auf breiter Basis nicht durchsetzen wird, wenngleich ich das als Goodie und Promotionaktion super finden würde. Gibt es diese Idee aber nicht schon seit einigen Jahren?

[Artikel: LP + MP3: The Ultimate Music Format? | via listening post]


Interview mit Plazes.com-Mitbegründer Stefan Kellner. Gemacht von Mario Sixtus

Ein ziemlich interessantes Interview mit Plazes.com-Mitbegründer Stefan Kellner hat Mario Sixtus, Netz-Journalist und Elektrischer Reporter für das Handelsblatt geführt. Plazes.com ist ein sogenanntes Location Based Service, dass die physische Präsenz der User ins Netz bringt, diese abbildet und mit anderen Usern vernetzt. Über Plazes.com lässt sich orten, wo User gerade umherlaufen. So weiss man auch, ob meine Freunde gleich um die Ecke im Beisl sitzen oder man kann eben seine Lieblingslocations vorschlagen. Daraus kann dann sowas nützliches wie ein schöner Stadtführer werden. Anyway: ich finde Plazes.com sehr empfehlenswert, auch weil Anwendungen wie Location Based Services in Zukunft eine große Rolle spielen werden bzw. müssen. Warum und wieso? Das beantwortet der Betreiber in folgendem Videointerview am besten selbst.

[Interview: Elektrischer Reporter 09: Plazes.com | via archive.org, sixtus.net]


Sind Abomodelle eine Zukunftsoption für die Mobile Music Industry?

Zugegeben: ich frage mich ja oft, wie es mit der Musikindustrie weitergehen wird. Jedoch, bräuchte ich mich das gar nicht zu fragen oder besser gesagt liegt die „Lösung“ dieser Frage in der Beantwortung einer anderen Frage: wie geht es denn der Mobile Music Industry oder besser gesagt, wie geht es damit weiter, wohin geht es und womit geht es wohin? Pyramid Research hat da verblüffender Weise eine klare Antwort darauf: „The most significant shift in the mobile music market will come in the form of bundled music“. Gemeint sind Subscription Services, also Aboservices. Nämlich die, die bei Portalen wie Rhapsody angeboten werden, also nicht wie bei emusic.com. „Tethered Subscription Service“ könnte man ja auch dazu sagen, d.h. es wird ein Abo gekauft, wo man dann Zugriff auf eine unbegrenzte Anzahl von Songs hat. Die Files werden zwar am PC (oder wo auch immer) gespeichert, sind aber nicht mehr verfügbar, wenn man das Abo storniert. Bei solchen Services wird dann immer viel (und zurecht) diskutiert, ob das nicht der Gewohnheit widerstrebt, etwas „besitzen“ zu wollen, was ja wiederum heisst, mit etwas „konkret und intensiv auseinandersetzen“ können. Pyramid Research meint hierzu (im Kontext von Mobile Music): A cultural shift is forming in this generations consumers, from owning to renting”. Pyramid argumentiert so, dass es spannender ist, Zugriff auf eine undendliche Anzahl von Musicfiles zu haben als nur Zugriff auf jene Musicfiles zu haben, die im Voraus gekauft wurden. Die neue Konsumentengeneration sieht das „besitzen wollen“ demnach nicht mehr als Notwendigkeit an: For these consumers, the difference between owning and MP3 and renting an MP3 will have little meaning.“ Derzeit hat sich dieses Modell jetzt auf breiter Ebene noch nicht durchgesetzt. Aber ich könnte mir irgendwie gut vorstellen, dass dieses Modell gerade im Mobile Music Sector funktionieren könnte. Es war ja auch wieder ein richtiger und wichtiger Schritt hin zur so oft diskutierten Flatrate. Wobei: dies ist ja wieder ein anderes Thema bzw. funktioniert ja auch ein bisschen anders.

[Studie: Bundling Music – The Future of the Mobile Music Industry According to Pyramid Research | via hypebot]


Zukunftsträchtige Unternehmen aus der Entertainment/Media Branche

Das Branchenheft für Technology und Business, Redherring, hat jetzt die europäischen Top 100 Unternehmen aus der Media Branche vorgestellt bzw. gewählt. Unternehmen wie Last.Fm, 7Digital und nicht zu Letzt Joost schafften es dabei ganz nach oben.

[Artikel: RH 100 Europe—Entertainment/Media | via redherring]