"Music is the brandy of the damned." (G.B.Shaw)

Die „Bill Of Rights“ für Musikfans…

Wie heißt es immer so schön?: Der Kunde ist König. Blickt man beispielsweise auf die DRM-Diskussion der letzten Wochen zurück, ging es im Wesentlichen aber nicht um die wichtigste Gruppe im lukrativen Fangen-Spiel: den Konsumenten. Ja, auch, aber im Mittelpunkt stand die Frage, wie der digitale Markt angekurbelt werden könnte, ob DRM nicht doch ein größerer Bremsklotz ist, als bisher (von der Musikindustrie) angenommen, wie sich die Musikindustrie aus der Krise befreien kann, ob MP3 ein Mittel zu einem tauglichen alternativen Geschäftsmodell sein kann und ob es nicht doch besser wäre, wenn die Big Player von Content Verwurschtler bis hin zum Anbieter ein bisschen mehr Interoperabilität an den Tag legen würden. Ja, dabei ist es mir aber nicht aufgefallen, dass – abseits der Konsumentenschutzverbände – viel über die Anliegen der Konsumenten diskutiert wurde. Konsumenten werden in der Regel befragt, getrackt, gescannt, vermittelt, beworben, umkämpft, zur Kassa gebeten, manches Mal über den Tisch gezogen…aber nur fragen tut sie keiner…und wenn die Konsumenten beim DRM-Spiel nicht mitspielen und sich nach anderen Möglichkeiten umschauen, die einen Konsumentendasein mehr gerecht werden, also die vorhandenen Angebote, dann mahnt man sie ab. Oder noch viel schlimmer, man verklagt sie. Viel wurde in den lezten Monaten über die Rechte der Anbieterseite (von Musiker über Major bis hin zu Medienunternehmen) diskutiert. Über die Rechte der Konsumenten wurde nicht viel gesprochen, es sei denn auf den einschlägigen Portalen der Konsumentenschutzsverbände. Hypebot hat sich dem Thema angenommen und publizierte gestern 8 Punkte, die vielleicht mal Grundlage für eine „Music Lovers Bill Of Rights“ werden könnten.

1. The music I purchase will be playable on every device I own.
2. The systems you sell to play music will use compatible operating systems.
3. Fellow fans who trade music occasionally but do not profit from it will not be prosecuted.
4. The fees added to my concert ticket will not exceed 20% of face value.
5. When I’m inside your concert venue, you will treat me as your guest.
6. People who give or take money or gifts to play songs on our publicly licensed radio stations will go to jail.
7. Artists, labels and others who do not respect me should not expect my hard earned dollars.
8. If you you want me to buy your music you will offer me both quality and value.

[Artikel: A Music Lovers Bill Of Rights | via hypebot]

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