"Music is the brandy of the damned." (G.B.Shaw)

Dokumentation über The Pirate Bay

Simon Klose, ein schwedischer Filmemacher, werkt gerade an seiner Dokumentaion „TPB AFK“ über den erfolgreichsten Bittorrent-Tracker aller Zeiten: „The Pirate Bay“. Die Finanzierung von 50.000 $ konnte er unter anderem über das Fanfunding-Service „Kickstarter“ aufstellen, einen weiteren Teil bekam er vom schwedischen Kulturministerium zur Verfügung gestellt: “If TPB AFK can shed some light on how an open Internet can benefit artists, maybe the current Swedish government’s schizophrenic Internet policy can change too. On one hand they praise internet activists that help spread democracy in the Middle East, on the other they actively oppose the same activists building an open Internet in Sweden.”

Klose ist den Machern von The Pirate Bay während ihres Gerichtsverfahrens mit der IFPI im Jahr 2009 mit der Kamera gefolgt und hat die 3 auch während der Zeit begleitet, als sie nicht gerade vor den Geschworenen standen. Man darf gespannt sein!

[Artikel: Pirate Bay documentary gets government funding in Sweden | musically.com]


AllOfMP3 sperrt zu und gleich wieder unter den Namen AllTunes auf…

Wie die Netzwelt heute berichtet, haben die russischen Behörden das Downlodportal AllOfMP3 geschlossen. Die Musikindustrie wird jetzt die Korken knallen lassen, denn das russischen Portal konnte sich bis zuletzt dem Druck der Behörden widersetzen. Das Problem war, dass AllOfMP3 keine Lizenz besaß, Tracks ins Ausland zu verkaufen. In der Zwischenzeit hat der Anbieter unter neuen Namen und neuer Domain wieder aufgesperrt. Der Kundenstamm und das Musikangebot ist das gleiche wie vorher. AllOfMP3 ist nun also zu AllTunes geworden. Mehr dazu bei der Netzwelt und Fuzo.

[Artikel: AllOfMP3 geschlossen und neu eröffnet | via netzwelt]

[Artikel: AllTunes tritt an die Stelle von AllOfMP3 | via fuzo] 


EU initiiert Kartellverfahren gegen Apple iTunes

Ich frage mich gerade, wann ich zuletzt eine Meldung aus der Musikbranche in so vielen Medien gelesen habe, wie es gestern der Fall war. Sogar im ORF-Teletext. Aber egal. Auf jeden Fall ist Apple heute wieder mal in aller Munde, denn die EU hat jetzt (wie erwartet) ein Kartellrechtsverfahren eingeleitet. Warum? Die EU sagt, dass iTunes aufgrund von territorialen Marktbeschränkungen EU-Wettbewerbsrecht verletzt. Und das mag die EU ja überhaupt nicht. Dem zugrunde liegen die einzelnen Online-Distribution Verträge, die Apple mit den Majors abgeschlossen hat. Das heisst, ein Österreicher kann nur im iTunes-Österreich Store einkaufen, nicht im französischen Pendant. Da hier auch noch zusätzlich verschiedene Preise pro Territory verlangt werden (pro Single, pro Album), verschärft dies das Problem auch noch. Die EU und zahlreiche Konsumentenschutzverbände aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sehen hier einerseits Wettberwerbs, andererseits Konsumentenschutzrechte verletzt. Apple hat jetzt 2 Monate Zeit, um auf die bestehenden Probleme zu reagieren. Steve Dowling, Pressesprecher von Apple, meint dazu: „We don’t believe Apple did anything to violate EU law“. Auch Norwegen hat, wie ja schon mehrmals berichtet, gegen Apple ein Verfahren eingeleitet, wobei dies aber nichts mit der EU zu tun hat, weil Norwegen ja nicht mit von der EU-Partie ist. In diesem Fall geht es vor allem um das Kompatibilitätsproblem von iTunes/iPod mit anderen Herstellern. Aber da ja Apple sowieso nur mehr DRM-freie Audiofiles anbieten wird, könnte sich dieses Problem für Apple auch bald erledigt haben. Könnte man glauben. Wie ich es ja gestern verstanden habe, werden zwar die Audiofiles ohne DRM (also mal nur EMI-Content) verkauft werden, diese aber noch immer im AAC-Format. Zwar sagt EMI, die Betreiber vonOnlineshops können sich entscheiden, ob sie die Audiofiles in MP3, WMA oder AAC-Format verkaufen wollen: für Apple aber ist es wohl klar, für welches Format sie sich entscheiden werden. Was will ich damit sagen: ein Standard für Audiofiles wär ja auch mal wünschenswert. Ich denke mir nämlich, wenn man 10 Leute fragt, welches Audioformat sie sich in Verbindung mit Online-Musik „denken“, werden wahrscheinlich 9 Leute „MP3“ sagen.

[Artikel: EU opens antitrust probe in iTunes | via yahoonews]


EMI und Bertelsmann streiten nicht mehr…

Irgendwie kommt es mir so vor, als wäre es schon Jahrzehnte her und irgendwie ist es auch ja so… Ich meine jetzt den Rechtsstreit zwischen EMI und Napster, nicht dem Fenning-Napster, sondern dem Bertelsmann-Napster. Jetzt wurde der Rechtstreit beigeleigt, auch weil es absurd scheint, diesen Streit noch weiter auszufechten. Einerseits weil Napster schon lange nicht mehr das Bertelsmann-Napster ist und andererseits weil Bertelsmann ja eigentlich schon deslängeren auf der Klägerbank sitzt, quasi  Geschäftsmodell neu gegen Geschäftsmodell alt klagt und Bertelsmann auf beiden Seiten mitspielt, vor allem seit sie zur Majorfusion mit Sony ausgeholt haben. Ja, war wohl besser, dass sie das Streiten beendet haben.

[Artikel: EMI, Bertelsmann agree to settle lawsuit |  via yahoo]


David gegen Goliath oder LimeWire gegen Musikindustrie…

LimeWire bleibt im Rechtsstreit mit der RIAA standhaft, verlautbart die futurezone. Bis jetzt konnte die RIAA LimeWire nicht nachweisen, dass Urheberrechtsverletzungen bewusst in Kauf genommen werden.  Die ganzen Rechtsstreitigkeiten konnten aber LimeWire bis jetzt nicht viel anhaben. Das Marktforschungsunternehmen NPD Group kommt zum Schluss, dass 62% der Downloads in P2P-Netzwerken über LimeWire läuft. Auf rund 18,3% der Computer weltweit ist LimeWire installiert, sagt die Digital Music Research Group. Ob LimeWire irgendwann das gleiche Schicksal wie eDonkey oder Grokster erleidet, wird sich mit den nächsten Gerichtsverfahren zeigen, die da anstehen.

[Artikel: LimeWire trotzt Klagen der Musikindustrie | via futurezone]


Viacom verklagt Youtube wegen Urheberrechtsverletzunge auf eine Milliarde Dollar

Jetzt ist es soweit. Wie schon vor einigen Wochen berichtet, scheiterten Gespräche zwischen VIACOM (MTV-Eigentümer) und Youtube aka Google. Schon damals drohte VIACOM mit einem Gerichtsverfahren, sollte Youtube rund 160.000 Videos auf der Plattform belassen, die vom US-Medienunternehmen, das unter anderem VH1, MTV, Comedy Central usw… betreibt, nicht freigegeben (lizensiert) wurden. Jetzt geht VIACOM in die Offensive und klagt Youtube. Die Schadenersatzforderungen wegen Urheberrechtsverletzungen belaufen sich dabei auf rund 1 Milliarde Dollar. Und wie es oft so ist, prophezeien Branchenmenschen dem Videoportal ein ähnliches Schicksal wie es – vor mittlerweile 7 Jahren – Napster ereilt hat. Bin gespannt, wie das Verfahren ausgeht.

[Artikel: Milliardenklage gegen Youtube | via futurezone]


RIAA will US-Studenten an den Kragen…

Die RIAA ist ja bekannt dafür, dass sie nicht gerade zimperlich mit Internentpiraten umgehen. Jetzt bekommen es die Stundenten an einigen amerikanischen Unis zu spüren, die Uni-Netzwerke dazu nutzen, um P2P-Systeme wie LimeWire oder Kazaa zu bestücken. In den nächsten Tagen werden diesen Studenten wohl einige Abmahnbriefe ins Haus flattern. Die RIAA war auch gleich so nett und hat eine eigene Website eingerichtet, über die man seine Strafe gleich online einzahlen kann. Ausserdem kann man sich informieren, wie man legal downloaded. Weigert man sich, wird einem wohl der Gang zum Gericht nicht erspart bleiben.

[Artikel: RIAA Pressures Students To Stop Illegal Downloads | via yahoo news]