"Music is the brandy of the damned." (G.B.Shaw)

Social-Networking immer wichtiger für Musiker

Die Piraterie hat wieder ein neues Hoch erreicht, die legalen CD-Downloads gehen immer weiter zurück. Wo suchen also User Musik wenn nicht gerade bei Download-Stores? Bei Social-Networking Seiten. Mehr darüber bei BBC.

[Artikel: Social Networking „lure music fans“ | bbcnews.com]

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Merkwürdige Studie zum „Social-Networking-Phänomen“

Wiedermal ist eine Studie veröffentlicht worden, diesmal aber nicht über die „Lage“ des digitalen Musikmarkts, sondern über Social Networking-Portale und ihre User, also welche Auswirkungen diese Portale auf das „Sozialleben“ der User haben (meines Wissens ist das die erste Studie zu diesem Thema). Wie schon so oft darauf hingewiesen, sei dies jetzt auch getan: die Studie gilt wieder mal nur für die USA. Und ausserdem: die Studie wurde von Myspace in Auftrag gegeben und von Isobar, einem „Digital Marketing“ Unternehmen durchgeführt – nur so am Rande. Also, zu welchen Ergebnissen kommt die Studie? Social Networking hat zu einer Veränderung geführt, wie junge Leute miteinander kommunizieren und interagieren. Diese Aussage illustriert die Studie an einigen Zahlen: rund 70% der Amerikaner, die zwischen 15-34 Jahre alt sind, sitzen mehr als 7 Stunden pro Woche vor dem Kasterl und nutzen Social Networking Portale, um sich neue Freunde zuzulegen und/oder mit alten Freunden zu tratschen. 40% der User geben an, dass sie social networken, weil sie mehr über neue Produkte erfahren wollen. 28% geben an, dass ihnen von einem „Freund“ schon mal ein Produkt empfohlen wurde. Bei den meisten befragten Usern ist auch Myspace die Nr. 1 Freizeitbeschäftigung, knapp dahinter liegt TV und mit Handy rumspielen. Aber am interessantesten fand ich doch folgendes, doch sehr merkwürdige Ergebnis: „More than 48% said they are having more fun in life in general and 45% said their lives are more exciting as a result of spending time networking online“. Alles in allem ist es nicht zu übersehen, von wem und für wen diese Studie gemacht wurde. Für Netz-Produktplatzierer und natürlich Myspace sind das ja freudige Nachrichten. Ansonsten finde ich die Ergebnisse, Interpretation und Fragestellungen doch ein bisschen merkwürdig. Vielleicht eher nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass die Studie für die Werbe-Branche gemacht wurde. Fällt euch zu der Studie noch was ein?

[Studie: Myspace and Isobar Debut First Comprehensive Research Study on Social Networks and Marketing | via businesswire]