"Music is the brandy of the damned." (G.B.Shaw)

Futurezone über Web 2.0 Konferenz in Berlin

Ganz am Rande habe ich im Netz mitbekommen, dass diese Woche in Berlin nicht nur eine Konferenz zum Thema Web 2.0, sondern gleich eine EXPO abgehalten wurde. Veranstaltet von keinem geringeren als Tim „Web 2.0“ O’Reilly. Und heute – also jetzt – entdecke ich auf der Fuzo einen Nachbericht über die Konferenz, die ich euch sehr ans Herz legen möchte. Nachsatz: Anscheinend hat es Marian Unterlauger dort nicht sehr gut gefallen…

[Artikel: Soziales Web? O’Really? | fuzo]


Die Top „2.0“ Music-Sites im ersten Halbjahr 07

Folgende Statistik hab ich grad in diesem Blog gefunden. Gezählt werden die People Counts, also Unique Visitors. Projectplaylist.com konnte im ersten Halbjahr 07 mit fast 8 Millionen UV die meisten Besucher verzeichnen. Knapp dahinter liegen imeem.com und ilike.com. Im Grunde genommen machen alle 3 Sites dasselbe; User können Playlists anlegen und diese mit Freunden tauschen, etc…


Schickt keine Demos mehr, macht einen Blog!

Vorbei sind bald die Zeiten, als Bands noch schön brav ihre Demos an Plattenfirmen schickten und sehnlichst darauf warteten, dass mal keine Standardabsage in den Briefkasten flattert. Sony BMG ist nun der erste Major, der versucht, in genau diesem Bereich, den man landläufig unter A&R kennt, einen neuen Weg zu gehen. Ab jetzt heisst es: „Don’t send a CD, register a blog“. Was genau dahinter steckt, verrät der Sony Europa Chef Ged Doherty: “Digital sales are not going to make up the decline in physical CD revenue. By 2010, income from CDs will be down 50 percent. The old world is gone forever; we need to enter into a new relationship with our artists, where they see us as partners rather than the enemy.” Doherty geht noch weiter und will bis 2010 ausschließlich Joint-Ventures mit seinen Bands eingehen: „By 2010, we want joint ventures with all our artists”. Doherty sieht auch schon bald das Ende der berüchtigten Künstlerverträge kommen: “We have just signed our first ‘50-50 on everything’ deal.”
Achja, bevor ichs vergesse:  natürlich gilt das alle wieder mal nur für UK. Ausserdem stellt die Infrastruktur der Blog-Software Anbieter SixApart zur Verfügung, der auch Vox, ein im angelsächsichen Raum populäres „Social Blogging“ Portal betreibt, was ja eigentlich der Aufhänger der Story von Paidcontent war. Columbia und RCA haben bereits einen Blog, wo Band sich näher informieren kann.

[Artikel: Sony BMG & SixApart Launch A&R Social Net, Kill Of Demo Tapes | via paidcontent]


Interview mit Plazes.com-Mitbegründer Stefan Kellner. Gemacht von Mario Sixtus

Ein ziemlich interessantes Interview mit Plazes.com-Mitbegründer Stefan Kellner hat Mario Sixtus, Netz-Journalist und Elektrischer Reporter für das Handelsblatt geführt. Plazes.com ist ein sogenanntes Location Based Service, dass die physische Präsenz der User ins Netz bringt, diese abbildet und mit anderen Usern vernetzt. Über Plazes.com lässt sich orten, wo User gerade umherlaufen. So weiss man auch, ob meine Freunde gleich um die Ecke im Beisl sitzen oder man kann eben seine Lieblingslocations vorschlagen. Daraus kann dann sowas nützliches wie ein schöner Stadtführer werden. Anyway: ich finde Plazes.com sehr empfehlenswert, auch weil Anwendungen wie Location Based Services in Zukunft eine große Rolle spielen werden bzw. müssen. Warum und wieso? Das beantwortet der Betreiber in folgendem Videointerview am besten selbst.

[Interview: Elektrischer Reporter 09: Plazes.com | via archive.org, sixtus.net]


Bedeuten viele Freunde bei Myspace auch viele Verkäufe bei iTunes?

Sind viele Freunde bei Myspace ein Garant dafür, dass ein anstehender Release auch von genau so vielen oder genau diesen „Freunden“ gekauft wird? Im Falle von der Myspace-Queen Tila Tequila, die mit 1,7 Millionen Freunden derweil den Rekord hält, stimmt dies laut Digital Music News nicht wirklich. Big Champagne sagt nämlich, dass die neue Single „I Love U“ bei iTunes alles andere als ein Mega-Seller ist, sondern derzeit bei ein paar tausend Downloads hält. Das wirft doch einige Fragen auf: 1. kann man davon ausgehen, wenn ein(e) Künstler/Band über geballte Freundschaft verfügt, dass sich dies auch in Verkaufszahlen am digitalen Markt übersetzen lässt? 2. Sind alle Freunde dazu bereit, überhaupt dafür Geld auszugeben? Die dritte und entscheidende Frage: Vielleicht ist schlicht und einfach der Song Mist? Also ich hab den Song bisher nicht gehört und werde ihn mir wahrscheinlich freiwillig auch nicht zu Gehör führen, weil ich eigentlich davon ausgehe, dass sich Frage 3 ungschaut mit „Ja, wahrscheinlich“ beantworten lässt. Im nachfolgenden Artikel werden eben auch diese Fragen aufgeworfen, deshalb bitte lesen.

[Artikel: Data Shows Modest Tequila Downloads on iTunes Store | via digitalmusicnews]


The Orchard lizensiert eine Million Tracks an Last.FM

Nachdem es WMG und EMI getan haben, macht es jetzt auch The Orchard, nach eigenem Bekunden grösster Digital Distributor für Independent Music: das britische Unternehmen lizensiert einen Katalog von rund einer Million Tracks an Last.FM. Derzeit nutzen rund 15 Millionen Menschen das Social-Music-Network. Tendenz: stark steigend. Last.FM hat es geschafft, sich still und heimlich zu einer konstanten Größe mit funktionierendem Geschäftsmodell emporzuarbeiten und als wichtiges Tool für die Musiklandschaft zu etablieren, während sich andere Portale lieber mit Medien-Unternehmen und Musikindustrie umherstritten. Last.Fm wird in Zukunft sicher noch ein Wörtchen mitzureden haben, wenn es darum geht, neue Strategien für Musikindustrie & Co. aufzustellen.

[Artikel: The Orchard Licenses Catalog Into Last.FM Social Network | via digitalmusicnews]


Viacom verklagt Youtube wegen Urheberrechtsverletzunge auf eine Milliarde Dollar

Jetzt ist es soweit. Wie schon vor einigen Wochen berichtet, scheiterten Gespräche zwischen VIACOM (MTV-Eigentümer) und Youtube aka Google. Schon damals drohte VIACOM mit einem Gerichtsverfahren, sollte Youtube rund 160.000 Videos auf der Plattform belassen, die vom US-Medienunternehmen, das unter anderem VH1, MTV, Comedy Central usw… betreibt, nicht freigegeben (lizensiert) wurden. Jetzt geht VIACOM in die Offensive und klagt Youtube. Die Schadenersatzforderungen wegen Urheberrechtsverletzungen belaufen sich dabei auf rund 1 Milliarde Dollar. Und wie es oft so ist, prophezeien Branchenmenschen dem Videoportal ein ähnliches Schicksal wie es – vor mittlerweile 7 Jahren – Napster ereilt hat. Bin gespannt, wie das Verfahren ausgeht.

[Artikel: Milliardenklage gegen Youtube | via futurezone]