Ich bin derzeit dabei, netzonfire zu überarbeiten. Dauert noch, kommt aber bald!
btw… absoluteste empfehlung:
gedanken und kommentare zur welt des digital music business
Ich bin derzeit dabei, netzonfire zu überarbeiten. Dauert noch, kommt aber bald!
btw… absoluteste empfehlung:
Gerade hab ich erfahren, dass Soulseduction, der österreichische Vertrieb für elektronische Musik (und allem was dazu gehört), seine Pforten schließen wird. Den dazugehörgen Plattenladen Black Market hat es angeblich auch getroffen.
Gestern fand im mica - music information center austria eine Konferenz mit dem schönen Titel “The Fan, the music and the net “statt. Leider konnte ich nicht die ganze Veranstaltung mitverfolgen sondern kann deshalb nur über ein Panel berichten, wo es um das Thema “Aktuelle Geschäftsmodelle und Best Practice” ging. In den 2 Stunden referierten Paul Stepan von der Erasmus University, Teresa Malango von magnatune, Alexander Hacke von den Neubauten und Peter Jenner, legendärer Musikmanager von Pink Floyd, The Clash, etc., etc… Hacke berichtete über die Funktionsweise, Schwierigkeiten und Erfolge des Supporter Modell, das die Neubauten einsetzen, um ihre Alben zu finanzieren, d.h. bist du ein Neubauten-Fan, kannst du mit einem Betrag die Band unterstützen, dafür kommst du in Genuß von Neubauten-Mucke, die eben nur für Supporter veröffentlicht wird oder man kann beim Enstehungsprozeß der Songs mitwirken, man bekommt Einblick in den Aufnahmeprozeß, etc… War wirklich spannend, vor allem sagte Hacke, das sich ihre neue Scheibe “Alles wieder offen” in den ersten 2 Wochen doppelt so oft verkaufte, als jenes Album, das sie vor 2 Jahren bei Mute rausbrachten, d.h. ohne Unterstützung einer Plattenfirma, nur über die Fans und mit den Vermarktungsmöglichkeiten des Netzes. Einherging auch ein Aufruf an die Bands, sich der Möglichkeiten bewußt zu sein und miteinander statt gegeneinander zu arbeiten und die Synergieeffekte, die sich mit der Nutzung des Netzes ergeben, auszunutzen… Daran schloß auch gleich Peter Jenner an, der meinte, dass man Musik eben nicht nur mehr als Produkt (also so wie es die Industrie macht) sehen kann, sondern als Dienstleistung, als Service, weiter noch: mit der Musik müssen auch Value Added Services angeboten werden. Noch mehr Aufsehen erregte Jenner, als er über künftige Geschäftsmodelle zu sprechen kam: er meint, eine Zugangsgebühr für Musik (beispielsweise 5 Euro im Monat) wäre das einzig Sinnvolle, den die CD als Massenmedium dankt schön langsam ab und nur so kann man eben einem neuen Medium wie dem Internet, das auch neue Voraussetzungen mit sich bringt, gerecht werden. Jenner kann sich - diese konkrete Ansage von ihm kam für mich doch ein bisschen überraschend, vor allem, weil sie eben so konkret war - eine “Einführung” dieser Gebühr in den nächsten 12 Monaten vorstellen. In den nächsten Wochen wird in Island damit begonnen, ein solches Modell zu testen. Ich möchte jetzt gar nicht weiter über Jenners Vortrag schreiben, sondern auch den Artikel von Patrick Dax in der Fuzo hinweisen, der eigentlich eh über alles Wesentliche berichtet.
Ganz am Rande habe ich im Netz mitbekommen, dass diese Woche in Berlin nicht nur eine Konferenz zum Thema Web 2.0, sondern gleich eine EXPO abgehalten wurde. Veranstaltet von keinem geringeren als Tim “Web 2.0″ O’Reilly. Und heute - also jetzt - entdecke ich auf der Fuzo einen Nachbericht über die Konferenz, die ich euch sehr ans Herz legen möchte. Nachsatz: Anscheinend hat es Marian Unterlauger dort nicht sehr gut gefallen…
Ich habe es selbst nicht wirklich für möglich gehalten, hab aber jetzt doch wieder Zeit, mich wieder dem bloggen zu widmen. Deshalb nütze ich gleich mal die Gelegenheit und möchte auf eine Veranstaltung hinweisen, die am 12. und 13. November in Wien stattfindet. Das mica (music information center austria) veranstaltet im Rahmen des EU-Projekts DMET (Digital Music Education and Training) eine Konferenz, wo es um die Themen “Aktuelle Geschäftsmodelle und Best Practice”, “10 Jahre MP3, wo stehen wir heute”, “Rollentausch - die neue Arbeitsteilung im Netz”, geht. Also alles Themen, die in der einen oder anderen Weise schon desöfteren diskutiert wurden. Aber nichts desto trotz dürfte es ganz interessant werden, denn Leute wie Moritz Sauer, Peter Jenner und Alexander Hacke von den Neubauten sind hier mit von der Partie. Am zweiten Tag gibt es dann eine Workshopreihe zum Thema “Neue Strategien der Online-Vermarktung für Musikschaffende”. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei. Genauere Infos gibt es auf der DMET-Website.
Eine kleine Neuigkeit gibt es zum bevorstehenden Launch des Amazon-Downloadstores, denn Jeff Blackberg, verantwortlich für Business Developement bei Amazon meint, dass es sehr interessant wäre, wenn User direkt auf die Preise der angebotenen Musiktitel Einfluss hätten. Amie Street, ein Indie-Retailer, der gerade von Amazon kräftig gesponsort wird, hat jetzt ein Modell entwickelt, das wie folgt funktionieren könnte: Tracks können kostenlos downgeloadet werden, aber je öfters die Tracks downgeloadet werden, desto teurer werden sie. Wenn dann ein bestimmter Betrag erreicht ist (zB 99 Cent), ist Schluss mit der Preiserhöhung. Und wenn der User dann diese Tracks auch noch seinen Freunden empfiehlt, bekommt dieser Credits gutgeschrieben. Ich finde, dass dieser Ansatz sehr interessant ist, wenn er für die User nicht allzu kompliziert wird und das Modell überschaubar ist. Auf jeden Fall könnte sich das für Amazon lohnen und iTunes müsste sich auf diesem Gebiet auch endlich was überlegen, jedoch glaubt Blackberg, dass die Majors und auch die Indies noch nicht auf so ein Modell einsteigen werden. Dennoch wird “flexible Pricing” im grossen Stil so oder so zum Einsatz kommen, so Blackberg.
[Artikel: Amazon Invests In Popularity-Priced Indie Music Retailer Amie Street | via forbes.com]
[Artikel: Will Amazon's Music Service Embrace Variable Pricing? | via hypebot.com]
Ah, interessant. Der Verein Quintessenz hat unlängst eine Veranstaltung zum Thema Filesharing und Benutzerverfolgung abgehalten. Also im Wesentlichen ging es darum, welche rechtliche Konsequenzen illegales Filesharing wirklich haben kann und mit welchen Mitteln die Musikindustrielobby gegen die vermeintlichen Rechtsbrecher vorgeht - also das Verhalten der User wird “gespeichert” und dann flattert eine saftige Klage ins Haus. Jetzt war es so, dass auch SPÖ-Mensch Lindenmayr bei der Veranstaltung zugegen war und sich gefragt hat, ob die Musikindustrie nicht doch ein bisschen “mittelalterlich” reagiert. Dies hat sich die IFPI Austria nicht gefallen lassen und hat prompt mit einer Aussendung darauf reagiert, in der sie Lindenmayr als “Lobbyist für illegales Filesharing” bezeichnet, so der Standard. Mehr zu dieser Auseinandersetzung, die ja - könnte sein - ein bisschen politisch motiviert ist (SPÖ-Lindenmayr gegen ÖVPnahen oder eh ÖVPler und IFPI Austria Chef Medwenitsch) gibt es im Standard zu lesen.
[Artikel: SPÖ - Filesharing ist weder Verbrechen noch Raub | derstandard.at]
[Artikel: IFPI Austria - Wir sind keine Ritter, sondern Retter | derstandard.at]
[Link: Verein Quintessenz]
Die Piraterie hat wieder ein neues Hoch erreicht, die legalen CD-Downloads gehen immer weiter zurück. Wo suchen also User Musik wenn nicht gerade bei Download-Stores? Bei Social-Networking Seiten. Mehr darüber bei BBC.
[Artikel: Social Networking "lure music fans" | bbcnews.com]